Über uns

1 Unsere Gemeinde

Unsere Gemeinde zählt rund 40 Mitglieder und Freunde. Zu uns gehören Menschen unterschiedlichsten Alters – vom Jugendlichen bis zu über 90-Jährigen. So wird an vielen Stellen unseres Gemeindelebens diese Vielfalt und Unterschiedlichkeit deutlich. Angebote für verschiedene Alters- bzw. Interessengruppen wie Frauen, Senioren oder zum Bibelgespräch schaffen den geeigneten Rahmen, damit sich jeder bei uns „zu Hause“ fühlen und die Gegenwart unseres Herrn Jesus Christus erleben kann.

Das Zentrum unseres Gemeindelebens ist Großräschen sowie die Zweiggemeinde Finsterwalde. Termine für alle unsere Veranstaltungen und Angebote finden Sie hier im Kalender.

Wenn Sie uns näher kennenlernen möchten, schauen Sie einfach rein!

 

Sie sind uns herzlich willkommen!

2 Die Bedeutung unseres Namens

Evangelisch – Wir wollen das Evangelium, die gute Nachricht von Jesus Christus und der Liebe Gottes, allen Menschen in Wort und Tat weitergeben. Das drücken wir auch durch unser sozial-diakonisches Engagement aus. Der BEFG unterhält zahlreiche Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Studentenwohnheime und Kindergärten. Die Bibel ist Grundlage unseres Glaubens und verbindliche Richtschnur für unser Leben.

Freikirchlich – Wir treten für die freie persönliche Glaubensentscheidung des Einzelnen ein und sind als Gemeinde gegenüber dem Staat und anderen Institutionen unabhängig. Wir erheben keine Kirchensteuern und finanzieren unsere Arbeit durch Spenden und Mitgliederbeiträge. Das Prinzip der Freiwilligkeit gilt in Bezug auf die Gemeindezugehörigkeit, die Mitarbeit und die Finanzen. Dahinter steht der Grundgedanke, daß sich der Glaube an Gott nicht mit religiösem Zwang verbinden läßt. Wir sind daher mit keiner Sekte zu verwechseln.

Gemeinde – Wir können als Christen nicht allein leben, sondern sind aufeinander angewiesen. Durch das gemeinsame Gespräch und das Hören auf Gottes Wort, durch das gemeinsame Gebet und gegenseitige Anteilnahme und Hilfe ermutigen wir uns zum Leben als Christen im Alltag.

 

3 Gemeindeverständnis

Von manchen anderen Kirchen unterscheiden wir uns durch die Taufpraxis und unser Gemeindeverständnis. Von der Taufpraxis leitet sich auch unser Name Baptisten (=Täufer) ab. So taufen wir keine kleinen Kinder, sondern nur Menschen, die ihren persönlichen Glauben an Jesus Christus bekennen und zu verbindlichem Christsein bereit sind. Im Gemeindeleben wird das Ehrenamt stark betont. In der Bibel wird jeder Christ zur Mitarbeit in der Gemeinde ermutigt. Nach baptistischem Verständnis gibt es auch keine kirchliche Handlung, die ausschließlich Pastoren vorbehalten wäre.

 

Trotz mancher Unterschiede zu anderen christlichen Kirchen grenzen wir uns nicht ab. Wir arbeiten mit anderen Kirchen in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), der Evangelischen Allianz und der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) zusammen und fühlen uns den Kirchen der Reformation, vor allem der Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts, verbunden.

4 Über unsere Bundesgemeinden

Was sind Baptisten?

Die Baptisten gehören zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden Deutschland. Er ist mit 88.000 Mitgliedern in 900 Gemeinden die größte Freikirche. Als Freikirche ist der BEFG unabhängig vom Staat. Es wird keine Kirchensteuer erhoben. Sämtliche Aufwendungen – von den Gehältern der Pastoren, über den Bau und Unterhalt der Kirchen und Gemeindehäuser bis zur Unterstützung für Menschen in Not – werden aus Spenden und freiwilligen Beiträgen der Mitglieder bestritten. Viele geben zehn Prozent ihres Einkommens und mehr. Verbindliche Richtschnur für alle Aktivitäten ist die Bibel.

Baptisten – ein Schimpfwort wird »Markenzeichen«

90 Prozent aller Mitglieder sind Baptisten. Diese Glaubensgemeinschaft gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Sie entstand unter englischen Religionsflüchtlingen in Holland, die sich dem Staatskirchentum verweigerten und Gemeinden von Gläubigen bilden wollten. Ihren Namen „Baptisten“ (Täufer) erhielten sie von ihren Gegnern, weil sie die Kindertaufe als unbiblisch ablehnten und die Gläubigentaufe praktizierten. Die erste deutsche Baptistengemeinde wurde 1834 von dem Kaufmann Johann Gerhard Oncken in Hamburg gegründet. Zuvor hatte er sich zusammen mit fünf Freunden in der Elbe von einem baptistischen Theologen aus Amerika taufen lassen. Durch die Tätigkeit Onckens als Bibelverbreiter kam es vielerorts zur Gründung von Gemeinden taufgesinnter Christen. 1849 wurde ein Gemeindebund ins Leben gerufen. Er hat heute seinen Sitz und seine Geschäftsstelle, das Bundesmissionshaus, in Bad Homburg.

»Brüder« – durchaus etwas für Frauen

Rund zehn Prozent der Mitglieder im BEFG sind „Brüder“ , wozu auch Frauen zählen. Die „Brüderbewegung“ entstand im 19. Jahrhundert in England. Dort wollten Christen eine vom Geist Gottes geprägte Gemeinschaft bilden, um ohne organisatorische Fesseln oder ein Kirchendach die Einheit der einen Kirche Jesu Christi zu praktizieren. In Deutschland entstanden solche Gemeinden seit 1843 in Württemberg und im Rheinland. Hauptmotor war der Verleger Carl Brockhaus in Elberfeld. Er gründete die „Christliche Versammlung“ . Bekannt wurde Brockhaus als Herausgeber der wortgetreuen „Elberfelder Übersetzung“ der Bibel. Brüdergemeinden feiern jede Woche das Abendmahl und kommen weithin ohne hauptamtliche theologische Mitarbeiter aus. Neben den im BEFG organisierten „Brüdern“ , die eine eigene Geschäfsstelle in Leipzig betreiben, gibt es eine größere Anzahl, die keine oder nur lose Kontakte zu anderen Christen unterhält.

Die Bibel – Gottes aktuelles Wort

Für die Mitglieder des BEFG ist die Bibel die verbindliche Richtschnur für die persönliche Glaubensüberzeugung und praktische Gestaltung des Lebens. Auch für Leben und Ordnung der Gemeinde ist sie maßgeblich. Gemeindemitglieder vertrauen darauf, daß Gott sie durch den Heiligen Geist zum rechten Verstehen der Bibel leitet. Sie sind davon überzeugt, daß Gott selbst zu ihnen in der Bibel spricht.

Der BEFG – ein Dach für viele Aktivitäten

In seinen diakonischen Einrichtungen kümmert sich der Bund um hilfsbedürftige Menschen: Kranke, Alte und Behinderte. Zum Bund gehören drei Diakoniewerke mit über 7.000 Mitarbeitern. Es gibt baptistische Krankenhäuser, Kindergärten, Altenheime, Tagungsstätten, Studenten- und Obdachlosenwohnheime. Weil Baptisten davon überzeugt sind, daß Deutschland Missionsland ist – nur die wenigsten Bundesbürger gehen sonntags in einen Gottesdienst – , betreiben sie eine „Heimatmission“ . Ihr Ziel ist es, daß in jedem Ort mit mehr 10.000 Einwohnern eine lebendige Gemeinde existiert. Mit der Europäischen Baptistischen Mission (EBM) engagiert sich der Bund stark in Afrika und Südamerika. Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter werden im Bildungszentrum Elstal ausgebildet.

Nationale und internationale Kontakte

Die Baptisten unterhalten viele Kontakte zu anderen Kirchen, Freikirchen und internationalen Organisationen. „Jesus Christus baut seine Gemeinde in verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften“ , heißt es in einer BEFG-Bekenntnisschrift. Sie engagieren sich in der Deutschen Evangelischen Allianz und gehören zu den Gründungsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen. Sie arbeiten auch in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen mit. Ebenfalls sind sie in der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) vertreten, einem Zusammenschluß mit 750.000 Mitgliedern in fast allen Ländern Europas und dem Nahen Osten. Sie gehören auch zum 1905 gegründeten Baptistischen Weltbund (BWA). Er repräsentiert heute rund 50 Millionen Mitglieder und 100 Millionen Gottesdienstbesucher.