Märchen oder Wahrheit – eine Grundlagensuche

Gleich darauf nötigte Jesus seine Jünger, unverzüglich ins Boot zu steigen und an das gegenüberliegende Ufer Richtung Betsaida vorauszufahren. Er wollte inzwischen die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sich von der Menge verabschiedet hatte, stieg er auf den Berg, um zu beten. Bei Einbruch der Dunkelheit war das Boot mitten auf dem See und Jesus allein an Land. Er sah, wie sich seine Jünger beim Rudern abmühten, weil sie gegen den Wind ankämpfen mussten. Im letzten Viertel der Nacht kam er dann zu ihnen. Er ging über den See und es schien, als wollte er an ihnen vorüberlaufen. Als die Jünger ihn auf dem Wasser gehen sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst, und schrien auf, denn alle sahen ihn und wurden von Furcht gepackt. Sofort rief er sie an: „Erschreckt nicht! Ich bin’s! Habt keine Angst!“ Dann stieg er zu ihnen ins Boot und der Wind legte sich. Da gerieten sie vor Entsetzen ganz außer sich, denn selbst nach dem Wunder mit den Broten hatten sie noch nichts begriffen, weil ihre Herzen immer noch verschlossen waren. Markus-Evangelium Kapitel 6,45-52

Was denken Sie über diesen Bericht, wenn Sie darin von einem auf dem Wasser laufenden Mann lesen? Ein Märchen?

Versuchen wir es mit einer Theorie, einer nicht bewiesenen Annahme: Gesetzt den Fall, es gibt einen Gott, der diese Erde und das gesamte Universum geschaffen hat. Dann hat dieser Gott alles „in Gang gesetzt“, was wir erkennen und erforschen können, inklusive der physikalischen Naturgesetze und aller Eigenschaften der chemischen Verbindung ‚Wasser‘. In diesem Fall kann Gott die von ihm geschaffenen Naturgesetze außer Kraft setzen, oder? Die Geschichte ist in sich schlüssig. Das bedeutet: Sie müssen herausfinden, ob die Annahme stimmt. Gibt es Gott?

Jeder Naturwissenschaftler geht heute von einer der beiden Theorien aus: Die einen glauben, dass es keinen Gott geben kann, die anderen sind überzeugt, dass es einen Gott gibt, ja geben muss. Offensichtlich muss man nicht seinen Verstand „ausblenden“, damit man glauben kann. Sollten Sie diesbezüglich Fragen haben, werde ich gern versuchen, Ihnen zu helfen. Aber auf wissenschaftlichem Wege können wir die Existenz eines Gottes weder beweisen noch widerlegen. Ehrliche Wissenschaftler auf beiden Seiten bestätigen dies.

Unabhängig davon können Sie selbst herausfinden, ob es Gott gibt. Gott sagte: „Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, werde ich mich von euch finden lassen.“ (Die Bibel – Jeremia 29,13)

Jesus lebte auf dieser Erde als Mensch, um den Menschen begreiflich zu machen, wie Gott ist. Sie sollten sehen und erkennen, dass Jesus Gottes Sohn ist. – Eigentlich ist es nicht verwunderlich, dass Menschen immer wieder zutiefst erschrecken, wenn sie Jesus, den menschgewordenen Gott, erleben. Die Jünger sind erneut völlig fassungslos, denn sie begreifen noch immer nicht, wer Jesus ist.  Aber Jesus will keine Angst auslösen.

Er zeigt auch Ihnen freundlich in tausend verschiedenen Facetten die Realität Gottes, wenn Sie sie sehen wollen. Suchen Sie ehrlich und intensiv, es geht um Ihre Lebensgrundlage.

Tamara Schüppel

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