Gelebte Wirklichkeit statt Seifenblase

Lesen Sie diese Texte aus Interesse, obwohl Sie kein Christ sind? Dann haben Sie sich vielleicht schon gewundert, warum ich häufig praktische Anwendungen für die Gegenwart vorschlage. Ich denke, es nützt Ihnen wenig, wenn Sie einige theoretische Grundlagen kennen, aber Jesus und Gott nicht kennengelernt haben – falls es ihn gibt. Dann „sehen Sie den Wald vor Bäumen nicht“, genau wie die religiösen Menschen in unserem nächsten Textabschnitt:

Als Jesus dann die Leute nach Hause geschickt hatte, stieg er mit seinen Jüngern in ein Boot und fuhr in die Gegend von Dalmanuta. Gleich kamen die Pharisäer und begannen ein Streitgespräch mit ihm. Sie wollten ihn auf die Probe stellen und verlangten ein Zeichen vom Himmel. Da seufzte er tief und sagte: „Was verlangt diese Generation ständig nach einem Zeichen? Ich versichere euch: Dieses Geschlecht wird niemals ein Zeichen bekommen.“ Dann ließ er sie stehen, stieg wieder ins Boot und fuhr ans gegenüberliegende Ufer.

Die Bibel: Markus-Evangelium Kapitel 8 Verse 10-13

Haben Sie noch im Ohr, wovon wir zuletzt lasen? Von einem Picknick für 4000 Menschen mitten in der Einöde – ohne Karawanen von Lebensmittel-Lieferanten! Und von der Sofortheilung eines taubstummen Mannes und …  Wir stellten immer wieder fest, dass all diese Dinge natürliche Gesetzmäßigkeiten übersteigen. Schon damals erschraken oder wunderten sich alle darüber. Anerkannte Fachleute für Glauben und Religion jener Zeit überprüften wiederholt sehr kritisch den Wahrheitsgehalt. Also Märchen waren es nicht, man kann nicht den Volksmengen und den kritisch beobachtenden Gelehrten ständig etwas vorgaukeln. 

Die einzig sinnvolle Antwort war, dass sich ein lebendiger und liebevoller Gott durch diese völlig verschiedenen Wunder zu erkennen gibt. Die religiösen Führer wussten zudem, dass genau diese Zeichen und Wunder viele Jahrhunderte zuvor schriftlich angekündigt worden waren: Für den, der im Namen Gottes Ordnung schafft.      

Und jetzt kommen diese Leute, um ein Streitgespräch mit Jesus zu führen: Die Pharisäer, also intelligente, religiöse und politisch engagierte Menschen der damaligen Zeit. Jesus führt jedoch keine endlosen Diskussionen, ob er nun von Gott kommt oder nicht. Das kann jeder selbst feststellen. Ehrlich fragende Leute bekommen Antworten von Jesus. Er nimmt sich Zeit für eine ausführliche Erklärung (vgl. dazu die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 2, Verse 18-22). Leute, die nur debattieren, lässt Jesus einfach stehen.

Damals wie heute: Wollen Sie wirklich wissen, ob es einen Gott gibt, der sich persönlich um Menschen kümmert? Brauchen Sie Hilfe von Jesus? Dann müssen Sie sich auf ihn einlassen. Fragen Sie ihn! Oder fragen Sie wenigstens Mitmenschen, die Jesus kennen und tatkräftig mit ihm unterwegs sind. Werden Sie aktiv. Andernfalls ist Ihr angesammeltes Wissen über den christlichen Glauben so viel wert wie eine Seifenblase. Jesus sucht noch immer „Nachfolger“, die mit ihm unterwegs sind wie die Schüler damals.

Tamara Schüppel

Vielleicht möchten Sie lieber selbstständig in der Bibel lesen? Eine Bibelausgabe in gut verständlichem Deutsch können wir Ihnen dazu anbieten. Oder beschäftigen Sie ganz andere Fragen zum Thema Bibel und Gott? Gern werden wir versuchen, Ihnen zu helfen. Bitte schreiben Sie uns: blog[at]efg-grossraeschen.de