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Ermutigungen für die Corona-Auszeit (XXXI)

Manchmal übersteigen unsere Nöte das Maß, was wir selbst tragen können. Es kommt vor, dass Einsamkeit, Kummer, Sorgen und andere Probleme unsere Seele drücken. Doch darf man Schwäche zeigen und darüber klagen?

 

Eigentlich eine seltsame Frage. Selbstverständlich dürfen wir zu unserem Kummer stehen. Wir brauchen keine Kräfte vorspielen, die wir nicht haben. Die einzige Frage ist nur: Wo laden wir unseren Kummer ab?

 

König David erlebte in seinem Leben viel Not und Kummer. Auf der Flucht vor Saul dichtete er Psalm 142:

 

Ich schreie zum HERRN mit meiner Stimme,

ich flehe zum HERRN mit meiner Stimme.

Ich schütte meine Klage vor ihm aus

und zeige an vor ihm meine Not.

Wenn mein Geist in Ängsten ist,

so nimmst du dich meiner an.

 

Davids Stärke war, dass er ein vertrautes, persönliches Verhältnis zu Gott hatte. Bei Gott konnte er sein Herz ausschütten. Gott kennt ihn durch und durch. Da braucht er nicht den Starken spielen.

 

Weiter bekennt David: Gott nimmt sich seiner an. Gott sind seine Nöte nicht egal. Gott verändert zwar nicht unverzüglich unsere Situationen. Manchmal müssen wir viel Unangenehmes aushalten. Aber dennoch stehen wir darin nicht allein. Gott ist an unserer Seite und hält die Situation sicher in seiner Hand. So darf unsere Seele ruhig werden.

 

Darüber hinaus ist Gott die stärkste Macht, die es gibt. Selbst wenn sich alles uns entgegenstellt, so ist er dennoch stärker. Sogar Krankheit und Tod kann Gott überwinden. Einen solchen starken Helfer an der Seite zu haben, das ist ein starker Trost. Das gibt neue Kraft zum Durchhalten. Somit lohnt es sich, Gott seine Not anzuvertrauen.

Pastor Heiko van Dühren