Ermutigungen für die Corona-Auszeit

Ermutigungen für die Corona-Auszeit (XXI)

Der Austausch mit anderen Pastoren-Kollegen ist immer sehr interessant.
Wie gehen die anderen in ihren Kirchengemeinden mit den Corona-Regeln
um? Was für Lösungen finden sie?

Die Rahmenbedingungen sind oft ähnlich. Es gibt viele Einschränkungen,
die das normale Gemeindeleben nicht möglich machen. Regeln, die gut und
wichtig sind, um sich selbst und andere zu schützen. Wir sollten sie deshalb
stets beachten. Aber zugleich schränken sie unseren gewohnten Alltag ein.

Lösungen sind oft nicht einfach zu finden. Nur wer sich ernsthaft Gedanken
macht und um Lösungen ringt, kommt zu passenden und brauchbaren
Ergebnissen. Oft ist Kreativität hilfreich. Und entschlossenes Handeln ist die
Voraussetzung.

Auch Paulus fordert uns Christen heraus (Epheser 5,8):

„Lebt als Kinder des Lichts!“

Er meint damit, dass wir so leben sollen, wie es als Nachfolger Jesu
angemessen ist. Der Haken ist jedoch: Auch wenn wir Christen zu Gott
gehören, leben wir nicht im Paradies.

Stattdessen leben wir in einer Welt, die voll von Unrecht und Bösem ist. Wie
leicht wäre es doch, sich der Umwelt anzupassen und genauso zu handeln.
Doch damit verfehlen wir unser Lebensziel. Wir müssen daher Wege finden, innerhalb dieser Welt zu leben, statt uns dieser blind unterzuordnen.

Manchmal brauchen wir den Hinweis, unser Ziel wieder ins Blickfeld zu
holen. Als Christ will ich bewusst wie ein Nachfolger Jesu leben. Doch das
Unrecht und Böse dieser Welt soll keinesfalls Teil meines Lebens werden.

Gleiches gilt auch für Corona. Ich will nicht gefangen in Angst und engen
Regeln sein. Stattdessen will ich mich auf meine Lebensziele besinnen. So
will ich entschlossen überlegen, wie ich diese trotz Corona-Regeln erreichen
kann. Es ist keine leichte Aufgabe, aber dennoch wichtig.

Haben auch Sie noch Ihre Lebensziele fest im Blick? Lassen Sie sich nicht
von Corona entmutigen. Suchen Sie stattdessen entschlossen nach Lösungen, trotz der Einschränkungen gut zu leben. Gott unterstützt uns, wenn wir ihn um seine Hilfe bitten.

Pastor Heiko van Dühren