Ermutigung für die Corona-Auszeit

Ermutigungen für die Corona Auszeit (XIX)

Es gibt manchmal Zeiten im Leben, da weiß man einfach nicht mehr ein noch aus. Statt einem Hoffnungsschimmer begegnet einem nur die nächste Hiobsbotschaft. Das kann ganz schön frustrierend und erschöpfend sein. Doch selbst wenn man den Kopf in den Sand stecken würde, wird davon die Situation auch nicht besser.

Welch ein wertvoller Trost ist es, den allmächtigen Gott an seiner Seite zu wissen. Ein Gott, der uns von Herzen liebt. Der bekannte Psalm 23 vom guten Hirten beschreibt (Psalm 23,4):

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“

Leider gehören auch die finsteren Täler zu unserem menschlichen Leben mit dazu. Die grünen Auen und das frische Wasser sind natürlich viel angenehmer. Doch zwischendrin kommen wir manchmal ganz schön an unsere Belastungsgrenzen.

Erleben Sie in solchen Zeiten Gottes Trost, so dass Sie kein Unglück fürchten? Unverzichtbar dafür ist, dass wir uns ganz bewusst auf Gottes Wegweisung einlassen. Selbst dann, wenn wir seine Wege nicht verstehen. Nur der Blick auf unseren guten Hirten hilft uns, den richtigen Weg zu finden.

Auch wenn wir Gott nicht sehen können, so ist er dennoch da. Manchmal erkennen wir nur in kleinen, unscheinbaren Dingen seine Gegenwart. Das darf uns beruhigen. Denn wenn er sich im Kleinen zu erkennen gibt, so ist er im Großen genauso da.

Gott hat einen viel größeren Überblick als wir. Daher ist es ratsam, im finsteren Tal nicht bei jedem verlockend grünem Grasbüschel stehenzubleiben. Gottes großes Ziel erreichen wir nur dann, wenn wir ihm treu folgen.

Lasst uns daher bewusst auf Gott vertrauen, vor allem in den schweren Zeiten unseres Lebens.

Pastor Heiko van Dühren

Ermutigungen für die Corona Auszeit (XVIII)

Wir können echt dankbar sein. Nun ist gerade unser Urlaub zu Ende. Für einige Tage waren wir in München. Dort wollten wir uns auch mit Freunden treffen. Doch in München gelten sehr strenge Corona-Regeln. So durften wir uns nur mit wenigen, ausgewählten Freunden versammeln. Wir mussten ein enges Hygienekonzept einhalten.

Zurück in der Lausitz merkt man erst, wie gut wir es hier haben. Bei uns gibt es kaum Corona-Fälle. Die wichtigen Regeln, die eine großflächige Ausbreitung verhindern sollen, sind sehr weit gefasst. Unser Leben hat hier aktuell kaum Einschränkungen. Welch ein Grund zur Dankbarkeit!

Wussten Sie eigentlich, dass Sie Gottes Willen tun, wenn Sie dankbar sind? Paulus schreibt dies in der Bibel in seinem Brief an die Gemeinde in Thessalonich:

Seid dankbar in allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes in Jesus Christus an euch.“ (1.Thessalonicher 5,18)

Wir sollen dankbar sein. Doch wie oft vergessen wir dies und klagen über viele kleine Details? Natürlich müssen wir Abstand halten oder beim Einkaufen eine Maske aufsetzen. Das ist nicht schön und sehr lästig. Aber dennoch können wir dankbar sein, dass wir uns überhaupt treffen dürfen. Sogar in größeren Gruppen.

Wenn wir es uns genau überlegen: Wir sind in vielerlei Hinsicht so reich beschenkt. Ohne große Mühe könnten wir viele Gründe finden, für die wir wirklich dankbar sein können. Selbst an den Tagen, wo es uns nicht gut geht oder wir viele Einschränkungen erleben.

Ein dankbarer Mensch zu sein ist eine willentliche Entscheidung. Klagen hingegen fällt viel leichter und geht fast von alleine. Doch wenn die Dankbarkeit Gottes Wille ist, dann lasst uns bewusst dies tun. Denn mit kaum etwas anderem können wir so leicht Gottes Willen umsetzen.

Pastor Heiko van Dühren

Ermutigungen für die Corona Auszeit (XVII)

Neulich las ich die Schlagzeile: „Zweite Corona-Welle außer Kontrolle“. Das ist keine gute Nachricht. Ebenso sehen wir Bilder, wo große Menschenansammlungen die schützenden Abstände nicht einhalten. Seien es die „Partygäste“ auf Mallorca, Teilnehmer von Demonstrationen, Mitarbeiter von Fleischfabriken oder Bewohner von Armenvierteln. Die Gründe sind sehr unterschiedlich, aber die Wirkung die gleiche: Das Virus kann sich an solchen Orten ungehindert ausbreiten.

 

All dies trägt dazu bei, dass die Kontrolle über Corona verloren gehen kann. Vor allem, wenn durch Reiseaktivitäten Infizierte das Virus weit verbreiten oder in die Heimat einschleppen.

 

Bei solchen schlechten Nachrichten wird einem die eigene Hilflosigkeit bewusst. Als Einzelperson scheinen wir dieser Situation hilflos ausgeliefert zu sein. Ein jahrelanges Einschließen in der eigenen Wohnung ist da sicher keine gute Lösung.

 

Doch eines dürfen wir wissen: Gott ist alle Tage bei uns. Damit sind wir dieser Situation eben doch nicht schutzlos ausgeliefert. Jesus Christus versichert uns:

 

Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“

(Matthäus 28,20)

 

Bei dieser Zusage sollten wir unbedingt mit bedenken: Gott ist allmächtig und allwissend. Er hält alles Geschehen dieser Welt in seiner Hand. So kann ihm auch die Corona-Pandemie nicht außer Kontrolle geraten. Das ist tröstlich zu wissen. Selbst wenn Menschen die Kontrolle verlieren, behält Gott den Überblick.

 

Gott liebt uns über alles. Wenn wir ihm unser ganzes Leben anvertrauen, dann wird er uns auch sicher durch diese Zeit führen. Er lässt uns nicht im Stich, sondern ist jederzeit für uns da.

Pastor Heiko van Dühren

 

Ermutigungen für die Corona Auszeit (XVI)

Ständig lesen und hören wir neue Forschungserkenntnisse über Corona. Bemerkenswert ist jedoch, wie schnell die Ergebnisse der Forschung wieder über den Haufen geschmissen werden. Sogar namhafte Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder renommierte Institute wie das Robert-Koch-Institut verbreiten Meldungen und Anweisungen, die sie Wochen später selbst widerrufen. So etwas verunsichert.

 

Wem und was kann man eigentlich noch glauben?

 

Jesus Christus ist hingegen beständig. Er versichert uns:

 

Himmel und Erde werden vergehen,

aber meine Worte werden nicht vergehen.“ (Matthäus 24,35)

 

Ein erstaunlicher Vergleich, den Jesus hier anstellt. Er spricht davon, dass Himmel und Erde vergehen werden. Doch können Sie sich das vorstellen? Vielleicht haben Sie im Urlaub schon einmal einen majestätischen Berg bestiegen. Der soll verschwinden? Vielleicht haben Sie einmal von einem Aussichtspunkt überwältigende Landschaften betrachtet. All das soll aufhören zu existieren? So etwas kann man sich nur schwer vorstellen.

 

Doch Jesus gebraucht diese unvorstellbaren Dinge zur Veranschaulichung, wie beständig seine Worte sind. Er versichert uns, dass im Gegensatz zu Himmel und Erde seine Worte nicht vergehen werden. Das, was er sagt, darauf können wir uns verlassen. Dies gilt für alle Worte, die wir in der Bibel lesen. Gottes Wort hat Bestand und verändert sich nicht.

 

Gerade in Zeiten, wo ständig alles im Wandel ist, gibt uns Gott mit seinem Wort Sicherheit. Da es sich nicht verändert, können wir unser Leben sicher darauf bauen. Stellen auch Sie Ihr Leben auf dieses sichere Fundament!

Pastor Heiko van Dühren

 

Ermutigungen für die Corona Auszeit (XV)

Langsam wird es immer stiller um Corona. Wir gewöhnen uns daran, Abstand zu halten, Hände zu desinfizieren und Masken zu tragen. Auch persönliche Begegnungen mit Menschen haben sich drastisch reduziert.

 

Doch es ist auch still geworden um so manche Menschen. Es betrifft vor allem die, die älter sind oder Vorerkrankungen haben. Sie verlassen das Haus nur noch, wenn es zwingend erforderlich ist. Doch wer nicht mehr gesehen wird, ist schnell vergessen. So vereinsamen Menschen unbemerkt. Vielleicht sind auch Sie davon betroffen.

 

Doch Gott schenkt uns hier einen tröstenden Zuspruch.

 

Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ (Jeremia 29,11)

 

Gott kennt uns durch und durch. Er sieht uns, selbst wenn wir einsam und alleine in unserer Wohnung sitzen. In diese Stille hinein spricht Gott uns seinen Frieden zu. Gott vergisst uns nicht, sondern hat gute Gedanken über uns.

 

Doch Gott hat nicht nur die Gegenwart im Blick. Viel wichtiger ist die Zukunft. Gott lädt uns ein zu einem Leben in unvorstellbarer Lebensfülle – ein Leben in seinem Himmelreich. Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist der Weg dorthin. Wo wir ihn annehmen, erwartet uns eine gute Zukunft. Wir dürfen Hoffnung haben, auch wenn gegenwärtig vieles nicht gut verläuft.

 

Die Zeit der Ruhe und Stille können wir nutzen. Ungestört können wir in der Bibel lesen. Hier entdecken wir, wie Gott über uns und unser Leben denkt. Aber wir erfahren auch, wie Gottes Friede zu uns kommt. Lassen wir die Botschaft an unser Herz, so kann diese einsame Zeit die größte Bereicherung für unser Leben werden. Das wünsche ich Ihnen.

Pastor Heiko van Dühren

 

Ermutigungen für die Corona Auszeit (XIV)

Manche Tage sind ganz schön stressig und der Berg an Arbeit viel zu groß. Genauso bereiten uns auch schwere Aufgaben und Krankheit Kummer und Sorge. Das Ringen um Wertschätzung und Anerkennung kann uns die letzten Kräfte rauben.

 

Wie wohltuend ist dort die Einladung Jesu zu hören:

 

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid;

ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28)

 

Doch wie geht es Ihnen? Haben Sie diese Erquickung schon erlebt? Sind Sie Ihre Lasten bei Jesus los geworden?

 

Viele Menschen erleben diesen Zuspruch nicht. Oft bitten sie Jesus: „Komm zu mir und hilf mir beim Lasten Schleppen“. Also Jesus möge zu ihnen kommen und beim Lasten Tragen mithelfen. Doch anschließend stellen sie frustriert fest: Gott schenkte keine erleichternde Hilfe. Von Erquickung keine Spur. Enttäuschung über Gott macht sich breit.

 

Doch lesen wir Jesu Einladung einmal genau. Jesus lädt uns ein, dass wir zu ihm kommen sollen – und nicht, dass wir ihn zu uns bitten dürfen. Wir sollen uns aktiv Jesus zuwenden.

 

Doch wie gerne halten wir krampfhaft an dem fest, was uns belastet und bedrückt? Wir erwarten, dass Jesus unseren unnützen Ballast mittragen solle. Viel sinnvoller wäre es jedoch, alle unsere Lasten Jesus vorzulegen und ihn zu fragen: „Was soll ich damit tun?“

 

Meinen wir diese Frage ernst, dann wird er uns antworten. Er verrät uns, wie unser Leben gelingt. Er sagt uns, welche Lasten wir ablegen dürfen. Er korrigiert unsere falschen Sichtweisen. Auch bietet er uns bessere Wege an, als wir zuvor selbst gingen.

 

Nicht immer entspricht seine Antwort unseren Vorstellungen. Dann müssen wir uns entscheiden. Echte Ruhe für unsere Seele und tiefen Frieden finden wir jedoch nur auf Jesu Wegen.

Haben Sie daher den Mut, sich auf Jesus einzulassen. Er möchte Sie erquicken.

Pastor Heiko van Dühren

 

Ermutigungen für die Corona Auszeit (XIII)

Noah und seine Arche sind weltberühmt. Aber das, was Noah tat, erschien damals den Menschen total verrückt und unvernünftig. Mitten auf dem trockenen Land, weit weg vom Meer, ein riesig großes Schiff zu bauen. Bauzeit: Fast 100 Jahre(!) Jedermann belächelte Noah: Wie kann man nur solch einen Unsinn umsetzen? Doch wir lesen deutlich:

 

Noah tat alles, was Gott ihm gebot.“ (1.Mose 6,22)

 

Viele Menschen haben Zweifel. Kann man wirklich das tun, was Gott sagt? Also das, was wir in der Bibel lesen. Sollte man manchmal nicht auch die Vernunft einschalten und realistisch bleiben?

 

Die Versuchung ist groß, uns mehr auf unseren eigenen Verstand zu verlassen als auf Gott. Doch bei Noah sehen wir: Hätte er nicht treu all das getan, was Gott ihm sagte, wäre er ebenfalls in den Fluten untergegangen. Damit hätte es keine Menschen mehr gegeben, auch nicht uns.

 

Unser Zweifel kommt manchmal daher, dass wir viel zu klein von Gott denken. Wir trauen Gott oft nur das zu, was Menschen möglich ist. Leicht vergessen wir, dass Gott selbst die Zukunft kennt und alles in seiner Hand hält. Daher erscheinen uns Gottes Wegführungen schnell unsinnig und gewagt.

 

Doch der Irrtum liegt bei uns. Nur weil unsere Sichtweise und unsere menschlichen Möglichkeiten stark eingeschränkt sind, heißt das noch lange nicht, dass Gottes Wege unmöglich sind. Oft genug habe ich selbst erlebt, dass Gott Dinge tat, die, menschlich betrachtet, zuvor unsinnig erschienen.

 

Das gibt mir immer wieder Mut, Gott glauben zu schenken und all das zu tun, was er sagt. Selbst dann, wenn es menschlich betrachtet sehr riskant wirkt. Doch was Gott sich vornimmt, das erreicht sein Ziel. Immer!

 

Haben Sie daher auch den Mut, das zu tun, was Gott sagt. Im Gegensatz zu unserem Verstand können wir Gott immer vertrauen.

Pastor Heiko van Dühren

 

Ermutigungen für die Corona Auszeit (XII)

Besitzen Sie einen Regenschirm? Bei Regenwetter ist solch einer eine praktische Sache. Ohne groß nass zu werden, kann man sich mit ihm bei Regen draußen aufhalten.

 

Auch Gott ist für uns wie ein Schirm, der uns in schweren Situationen beschützt. In Psalm 91 lesen wir:

 

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt

und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN:

Meine Zuversicht und meine Burg,

mein Gott, auf den ich hoffe.“

 

Es tut gut, so von Gott beschützt zu werden. Mit Zuversicht und Stärke dürfen wir mit ihm durchs Leben gehen. Sogar Hoffnung an schweren Tagen zu haben, ist unter Gottes Schutz möglich.

 

Viele Menschen, die Not in ihrem Leben erleben, stellen jedoch die Frage: Warum lässt Gott das zu? Wie schnell werfen Menschen Gott vor, er habe nicht gut genug auf sie oder andere aufgepasst?

 

Manchmal ist die Lösung jedoch ganz einfach. Vielleicht ist es Ihnen schon einmal passiert, dass Sie von einem Regenschauer überrascht wurden. Besonders ärgerlich ist dies, wenn man dann feststellt, dass der Regenschirm zu Hause oder im Auto liegen geblieben ist.

 

Auch Gottes Schutz können wir nur dann erleben, wenn wir ihm unser ganzes Leben anvertrauen. Eine verstaubte Bibel im Bücherregal oder nur zu beten, wenn die Katastrophe unabwendbar ist, wäre wie ein Regenschirm, der bei Regen zu Hause liegt. Wer jedoch allezeit sich zu Gott hält und unter Gottes Führung sein Leben gestaltet, der darf Gottes schützende Begleitung erleben.

 

So wünsche ich Ihnen, dass Sie Gott ihr ungeteiltes ‘Ja’ geben mögen und so in schweren Tagen erleben: Gott ist wirklich mein Schutz, meine Zuversicht und meine Hoffnung.

Pastor Heiko van Dühren

 

 

Ermutigungen für die Corona Auszeit (XI)

Das Corona-Virus scheint unendliche Macht zu haben. Mühelos wirbelt er die ganze Welt durcheinander. Tausende Tote, Millionen Arbeitslose, Rettungspakete mit unvorstellbaren Milliardensummen. Unser Alltag ist schon monatelang eingeschränkt. Ein Ende ist nicht in Sicht. Wir scheinen Corona hilflos ausgeliefert zu sein, auch wenn es gerade eine Verschnaufpause gibt.

Mich erinnert dies an David und Goliath. Der noch junge David steht dem überstarken Riesen gegenüber. Doch wir staunen, wie David unerschrocken in den Kampf zieht. David spricht zu dem Riesen Goliath (1.Sam 17,45):

Du kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Spieß, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN.“

Wir kennen den Ausgang von dem Bericht. David besiegt den Riesen Goliath. Doch was ermöglichte David diesen großen Sieg?

Beide Kontrahenten waren unterschiedlich ausgerüstet. Goliath verließ sich auf das, was sich in dieser Welt bewährt hat. Schwert und Lanze. Eine gute Rüstung. Und natürlich jede Menge Kraft und Muskeln.

David hingegen brachte nur eine Steinschleuder mit. Mit dieser schreckte er sonst seine weglaufenden Schafe auf. Aber das war nicht sein Erfolgsrezept. David betont etwas anderes: „Ich ziehe in diesen Kampf im Namen Gottes.“ Was meint David damit?

David macht deutlich, dass es Gott ist, der gegen Goliath kämpft. David hingegen versteht sich nur als Werkzeug in Gottes Hand. Fragen wir nun einmal erneut, wer in diesem Kampf der Stärkere ist: Goliath oder Gott? Die Antwort fällt leicht: Natürlich ist Gott der Stärkere.

Auch in Bezug auf Corona dürfen wir uns fragen, wer stärker ist: Corona oder Gott? Führen wir unser Leben im Namen Gottes, so können auch wir in dieser Zeit unerschrocken leben.

Pastor Heiko van Dühren

 

Ermutigungen für die Corona Auszeit (X)

Nun hat es mich erwischt. Mehr als zwei Wochen bin ich schon kraftlos und erschöpft. Die Temperatur ist erhöht. Ansteckungsgefahr besteht. Doch darf man eigentlich krank sein? Darf es im Leben auch Tage der Schwäche geben? In einer leistungsorientierten Gesellschaft scheint dies ein Problem zu sein. Wer nichts leistet, der ist für viele nichts wert.

Paulus überrascht. Auch er hatte mit einer nicht geringen körperlichen Schwäche zu kämpfen. Er flehte Gott immer wieder um Gnade an. Dennoch musste er damit weiterleben. Doch er bleibt guten Mutes. Er schreibt (2.Korinther 12,9):

Ich will mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Gottes bei mir wohne.“

Das passt nicht in unsere Leistungsgesellschaft hinein. Wie kann man nur offen zu seinen Schwächen stehen?

Paulus hat begriffen, dass der Wert eines Menschen nicht von seiner Leistung abhängt. Auch was andere Menschen über uns denken, ist belanglos. Weil jeder Mensch ein wunderbares Geschöpf Gottes ist, ist ausnahmslos jeder wertvoll. Das muss nicht erst erarbeitet werden. Darüber hinaus weiß Paulus um ein Geheimnis, was einen Menschen wirklich stark macht: Es ist Gottes Kraft. Sonst nichts.

Unser größtes Problem ist oft der eigene Stolz. Wir wollen selbst stark sein, um uns anschließend mit unserer eigenen Leistung zu rühmen. Doch damit bleiben unser Möglichkeiten im Leben auf unsere dürftigen, menschlichen Fähigkeiten begrenzt. Wo wir aber Gott in unserem Leben wirken lassen, kann Gott ungeahnte Dinge in unserem Leben möglich machen.

Schwach zu sein ist damit kein Mangel. Vielmehr hilft es, sich neu und bewusst auf Gott und seine Kraft auszurichten. Wo Gott in einem noch so schwachen Menschen wirken darf, da beginnt er unvorstellbar große Dinge zu wirken.

So kann auch ich getrost krank und schwach sein. Gott führt sein Werk fort, auch wenn ich nicht wie gewohnt einsatzfähig bin. So bin ich stark, auch wenn ich gerade schwach bin.

Pastor Heiko van Dühren

 

Ermutigungen für die Corona Auszeit (IX)

Wie verbringen Sie Ihren Sommerurlaub? So manch einer wird betrübt über diese Frage. Was ist heute überhaupt noch planbar? Unser Leben wird momentan überall von Ungewissheit geplagt. Viele fragen sich: Was werden morgen die Politiker entscheiden? Kommt eine
zweite Corona-Welle, und alles steht wieder still? Oder ganz existenziell: Wann öffnet die Kita wieder, dass ich arbeiten kann? Wird mein Arbeitgeber die Krise überleben? Oder: Wie geht es jetzt weiter?

Keiner von uns kann einschätzen, was morgen geschieht. Viele Menschen sind verunsichert. Gerade die, die schon wochenlang grundlegend von den Einschränkungen betroffen sind. Wir sind der Situation mehr oder weniger hilflos ausgeliefert. Das ist zermürbend.

Ein ermutigendes Wort lesen wir in Psalm 42,6:

Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. 

Das ist nicht leicht umzusetzen, sondern bedarf einer persönlichen Entscheidung: Glaube ich, dass Gott mein Leben fest in seiner Hand hält und er mich liebevoll durchs Leben führt? Wenn ja, dann kann ich
mich in all den gegenwärtigen Unsicherheiten immer wieder an Gott wenden: Du, Gott, hältst auch mein Leben in deiner Hand. Schenke mir den Mut, einzig auf dich zu vertrauen. Hilf mir, dass ich mich nicht selbst unnötig durch die Ungewissheit der Zukunft verrückt mache. 

Wenn wir Gott den Herrn unseres Lebens sein lassen, dann wird er auch uns in diesen ungewissen Zeiten tragen. Das ist gewiss! Und wir
dürfen wissen: Einst werden wir ihm für seine Hilfe noch danken. Harren auch Sie daher mutig auf Gott! 

Pastor Heiko van Dühren

 

Ermutigungen für die Corona Auszeit (VIII)

Was schätzen Sie, wie viel 1,5 Meter sind? Machen Sie doch einmal ein kleines Experiment: Stellen Sie zwei Stühle so nebeneinander, wie Sie 1,5 Meter schätzen würden. Wenn die Stühle Ihrem Empfinden nach richtig stehen, holen Sie bitte ein Maßband / einen Zollstock. Messen Sie nun einmal nach.

Ich vermute, dass Sie diese 1,5 Meter deutlich zu kurz eingeschätzt haben. Wir Menschen liegen mit unserer Einschätzung erstaunlich oft daneben. Einzig an die Vernunft und das richtige Gefühl zu appellieren, ist daher sehr gewagt, in manchen Fällen sogar gefährlich.


In unserem Leben treffen wir ständig Entscheidungen. Doch wie kommen wir zu einer sicheren Entscheidung? Wie wir gesehen haben, liegen wir mit unseren Einschätzungen oft daneben.


In der Bibel finden wir einen klugen Rat (Sprüche 3,5f.):


Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.“


Gott will uns bei allen unseren Entscheidungen nicht alleine lassen. Stattdessen steht er uns helfend und beratend zur Seite. Gott ist vollkommen. Er hat den Überblick und ist weise. Er kennt alle Zusammenhänge. Gott will hierbei nicht als Besserwisser über uns herrschen. Vielmehr möchte Gott uns als ein guter und liebender Vater durchs Leben führen. Gott möchte uns ein erfülltes und gelungenes Leben ermöglichen.


Da wir Menschen mit unseren Einschätzungen oft daneben liegen, erleben wir viel Kummer und Schmerz. Daher ist es wichtig, Gott in alle Fragen und Aufgaben des Lebens mit einzubeziehen. Selbst in den kleinen Dingen des Alltags kennt Gott sich aus. Das sind keine frommen Worte, sondern meine täglichen Erfahrungen. Vertrauen auch Sie auf Gottes Führung. Es lohnt sich, denn Gott liebt auch Sie.

Pastor Heiko van Dühren


Ermutigungen für die Corona-Auszeit (VII)

Kennen Sie einen Corona-kranken Menschen? Obwohl ich viele Menschen kenne, ist mir kein Betroffener bekannt. Eine große Corona-Welle ist bisher noch nicht über unser Land geschwappt. Wir können dafür froh und dankbar sein. Die vielen Menschen, die sich an die Hygiene- und Abstandsregeln halten, helfen tatkräftig mit, dass möglichst keine unkontrollierte Verbreitung stattfindet.

 

Dass es uns weiterhin so gut geht, ist aber nicht nur unser menschlicher Verdienst. Es ist vor allem Gottes Gnade. Viele Christen beten seit Monaten um Verschonung für unsere Region. Gott erhört bisher diese Gebete. Dafür dürfen wir Gott dankbar sein.

 

Auch David machte solche Erfahrungen. Er bat Gott um Hilfe. Und später dankte er für seine Errettung. In Psalm 28,6 singt er:

 

Gelobt sei der HERR; denn er hat erhört die Stimme meines Flehens. Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hofft mein Herz, und mir ist geholfen. Nun ist mein Herz fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied.“

 

Gott hält alles Geschehen in dieser Welt in seiner Hand. Er hat entscheidenden Einfluss darauf, was geschieht. Daher können wir Gott auch darum bitten, uns vor dem Virus zu verschonen. Aber natürlich können wir auch bei jeder anderen Not Gott um seine gnädige Hilfe bitten. Gott kann helfen. Selbst dort, wo es menschlich nicht nachvollziehbar erscheint. Gottes Möglichkeiten sind unbegrenzt. Nicht einmal die Naturgesetze stehen seinem Handeln im Wege.

 

Auch wenn Gott uns so gnädig ist, sollten wir dennoch Gott nicht versuchen. Das Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln bleibt weiterhin sehr wichtig. Doch zugleich dürfen wir furchtlos und zuversichtlich sein. Gott hält auch unser Leben in seiner Hand. Daher lasst uns Gott täglich danken für sein Verschonen. Aber auch in der Bitte um seine Gnade sollten wir nicht nachlassen. Danken und bitten Sie mit!

Pastor Heiko van Dühren

 

Ermutigungen für die Corona Auszeit (VI)

„Abstand heißt das neue Wir-Gefühl.“ So lesen wir es in den Nachrichten. Eine schreckliche Vorstellung, wenn das ‘Wir’ eine Trennung ist. Auch wenn für zahlreiche Menschen langsam die Einschränkungen gelockert werden, so verschwinden andere tiefer in der Isolation. Es betrifft oft ältere und kranke Menschen, aber auch Alleinstehende. Doch wer aus dem Blickfeld gerät, wird schnell komplett vergessen.

Nein, komplett vergessen ist niemand. In 5. Mose 32,10 lesen wir: „Gott behütet sein Volk wie seinen Augapfel.“ Dazu gehören auch wir, wenn wir Gott unser ‘Ja’ gegeben haben.

Wie gehen Sie mit ihren Augen um? Es ist ein unglaublich empfindliches Organ, das unverzichtbar wichtig ist. Daher gehen wir sehr sorgfältig mit unseren Augen um, auf dass es keinen Schaden erleidet. Vergessen können wir es niemals.

Es ist ermutigend zu wissen, dass Gott uns nicht aus dem Blick verliert. Gott wacht sorgfältig über uns, da wir so unvorstellbar wertvoll sind. Jederzeit ist Gott für uns da. Er begleitet uns liebevoll auf jeden Schritt durchs Leben.

Wir Menschen tun ebenfalls gut daran, Gottes Vorbild zu folgen. Auch wir sollten an die denken, die schnell vergessen werden. Ein kurzer Anruf per Telefon, eine ermutigende Karte in den Briefkasten, ein Wortwechsel über den Balkon. Andere können unsere praktische Unterstützung gebrauchen, wie für sie einkaufen gehen oder einen Mundschutz nähen. Mit sehr einfachen Mitteln können wir anderen Menschen zeigen: Sie sind nicht vergessen, wir denken weiterhin an sie.

Auch mit Abstand können wir Beziehungen vertiefen. Es ist nicht schwer, einem einsamen Menschen eine Freude zu bereiten. Doch dadurch wird unsere Gesellschaft stark. So kann uns der Abstand ein neues Wir-Gefühl lehren. Machen Sie mit!

Pastor Heiko van Dühren

Ermutigungen für die Corona Auszeit (V)

Das Leben geht weiter… Mit dieser Aussage versucht man jemandem Mut zu machen, der gerade eine Katastrophe erlebt. Irgendwie wird es schon weitergehen, auch wenn man nicht so recht weiß wie.

Ostern liefert eine ganz neue Sichtweise davon, wie das Leben weitergehen kann. Nach menschlicher Erfahrung ist das Leben mit dem Tod unwiderruflich zu Ende. Gerade die Unumkehrbarkeit macht den Tod zu einem Schrecken. Auch Existenzängste zählen mit dazu, wenn man wirtschaftlich am Ende steht. Kein Wunder, dass Corona so beängstigend wirkt.

 

Ostern ist jedoch das Fest vom Sieg über den Tod. Jesus Christus, der wenige Tage zuvor gekreuzigt und nachweislich Tod war, steht zum Leben wieder auf. Am Ostermorgen ist sein gut bewachtes Grab leer. Die Grabtücher zur Seite gelegt. Zwei Engel fragen die Frauen, die zum Grab kommen (Lukas 24,5f.):


“Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?

Er ist nicht hier, er ist auferstanden.“

Jesus lebt!

Das Leben geht weiter – und zwar ganz real. Gott hat Möglichkeiten, die unseren Verstand bei weitem übersteigen. Es gibt sogar ein Leben nach dem Tod. Jesus Christus ist der lebendige Beweis dafür. Welch eine Macht und Stärke hat Gott, dass er selbst Tote zum Leben erwecken kann!

 

Mir macht diese Erkenntnis Mut. Als Christ habe ich Hoffnung, und zwar nicht nur auf ein Leben nach dem Tod. Gottes Fähigkeiten sind nicht auf den Himmel begrenzt. Schon in dieser Welt kann Gott Sorgen und Nöte lösen. Er hat dabei Möglichkeiten, die wir nicht einmal zu denken wagen. Wenn wir einzig auf ihn vertrauen, wird er uns in seiner großen Liebe auf seine Weise helfen.

Trauen auch Sie Gott Dinge zu, die Sie bisher nicht zu hoffen gewagt haben.

Pastor Heiko van Dühren

Ermutigungen für die Corona-Auszeit (IV)

Wann hat Ihnen das letzte Mal jemand gesagt, dass Sie wirklich wertvoll und liebenswert sind? Und das nicht nur mit Worten, sondern auch in Taten gezeigt?

In diesen Tagen feiern wir Karfreitag. Wir Gedenken Jesu Tod am Kreuz von Golgatha. Es war nicht das Scheitern eines Predigers, sondern der größte Liebesbeweis aller Zeiten.

Alle Menschen sind aus Gottes Sicht Sünder. Jedem von uns ist bewusst, dass wir nicht vollkommen sind. Wir machen viele Fehler. Vor allem vergessen wir Gott sehr leicht. Zu Recht haben wir den ewigen Tod verdient. Eine Aussage, die erst dann verständlich wird, wenn wir Gottes Größe und Herrlichkeit erkannt haben.

Viele Menschen versuchen durch gute Taten mit Gott ins Reine zu kommen. Andere glauben, sie seien gut genug und Gott dürfe ihnen nichts vorwerfen. Zwei sehr überhebliche Sichtweisen, die Gottes Größe verkennen.

Doch die frohe Botschaft lautet: Gott liebt alle Menschen. Auch Sie! Gott bestürzt es sehr, dass Sie verloren gehen. Da kein Mensch von sich aus den Sündengraben überwinden kann, sandte Gott seinen Sohn. Bereitwillig verließ Jesus Christus seine himmlische Herrlichkeit und nahm unsere Sünden auf sich. Er starb stellvertretend für uns am Kreuz, damit wir mit Gott versöhnt sein können – und damit leben.

Karfreitag: Welch ein Ausdruck der Liebe Gottes! Mit welch einer Wertschätzung nimmt Gott uns an! „Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?“ (Römer 8,31). Nein, vor Corona brauchen wir uns nicht fürchten. Die Himmelstür kann das Virus uns nicht verschließen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie an Karfreitag Hoffnung schöpfen. Erkennen Sie in Jesu Tod Gottes ganz persönliche Liebe zu Ihnen. Haben Sie dieses Angebot der Liebe schon angenommen?

Pastor Heiko van Dühren

Ermutigungen für die Corona-Auszeit (III) ​

Mit stark eingeschränkten, sozialen Kontakten kann einem ganz schön schnell die Decke auf den Kopf fallen. Eine noch so schön eingerichtete Wohnung wird plötzlich zum Gefängnis. Das schönste Hobby langweilig. Doch wie kann man solch eine Zeit gut überstehen?

Paulus und Silas lagen zu Unrecht im Gefängnis, mit den Füßen im Block. Doch von Langeweile und Unmut ist bei ihnen keine Spur. Sie nutzten diese Auszeit in ganz besonderer Weise. In der Apostelgeschichte 16,25 wird uns berichtet:

Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und die Gefangenen hörten sie.“

Sie haben richtig gelesen! Trotz des Gefängnisaufenthaltes loben diese beide Männer Gott. Und zwar nicht nur still und heimlich, sondern lautstark, dass alle Gefangenen ihre Lobgesänge hören. Wie können die beiden solches tun?

Paulus und Silas sehen nicht nur ihre gegenwärtige, miserable Situation. Ihr Blick ist viel weiter. Ihnen ist bewusst, wieviel Gutes Gott ihnen im Leben schenkt. Dafür sind sie dankbar. Sie wissen um Gottes Macht und Stärke. Dafür loben sie ihn.

Viele Menschen jammern und klagen ständig über ihr Leid und wie schlecht es ihnen gehen würde. Doch Freude und Dankbarkeit für das viele Gute fällt uns Menschen schwer. Viel Erfreuliches ist schnell vergessen. Doch selbst im Elend geschieht uns noch viel Gutes.

Zu welcher Gruppe gehören Sie? Zu den Klagenden oder zu den Dankbaren? Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Dankbarkeit und Freude für all das Gute neu entdecken. Lassen Sie doch Freunde und Bekannte an Ihrem Glück Anteil haben. Vielleicht mit einem Anruf oder Brief. Und vergessen Sie nicht, Gott zu danken, der täglich freundlich an Sie denkt!

Pastor Heiko van Dühren

Ermutigungen für die Corona-Auszeit (II)

Langsam macht sich die Einsamkeit bemerkbar. Abstand halten lautet das Gebot der Stunde. Jeder soziale Kontakt kann im schlimmsten Falle lebensgefährlich sein – für mich oder auch den anderen. Plötzlich trifft man kaum noch Nachbarn. Freunde besuchen sich nicht mehr. Selbst Verwandte halten Abstand.

Doch wer hört mir nun zu? Wem darf ich sagen, wie es mir geht? Wie wichtig das Gespräch miteinander ist, das merkt man besonders, wo es nur noch eingeschränkt möglich ist.

Ein Rat aus der Bibel wird in diesen Tagen in besonderer Weise aktuell. In Matthäus 6,6 heißt es:

 „Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließe die Tür zu und bete zu deinem Vater im Himmel.“

Jesus fordert uns zum Gebet in einem verschlossenen Raum auf. Die Corona-Auszeit wird zu einer praktischen Einladung zum Gebet. Fern abseits der Öffentlichkeit. Ungestört in der eigenen Wohnung.

Mehr noch: Jesus bezeichnet Gott als unseren Vater. Es geht beim Gebet um ein persönliches Gespräch – von Herz zu Herz. Gott interessiert sich dafür, wie es Ihnen geht und was Sie beschäftigt. Genau so, wie auch wir als Eltern uns für unsere Kinder interessieren.

Wo der Kontakt mit Menschen nun eingeschränkt ist, lädt Jesus uns zum Gespräch mit unserem Vater im Himmel ein. Erzählen Sie ihm im Gebet einfach alles, was Ihnen auf der Seele brennt. Auch ganz Alltägliches. Er hört Ihnen interessiert und aufmerksam zu. Und wenn Sie genau hinhören, dann vernehmen Sie vielleicht sogar Antworten von Ihm.

Ein bekanntes Sprichwort sagt: „Not lehrt beten“.
Probieren Sie es doch einmal aus!

Pastor Heiko van Dühren

Ermutigungen für die Corona-Auszeit (I)

Corona – ein unsichtbares Virus verändert in Windeseile die Welt.

Überall spürt man die Verunsicherung. Das öffentliche und soziale Leben wird radikal eingeschränkt. Schulen und Kitas schließen. Menschen werden in die Einsamkeit der eigenen Wohnung geschickt. Viele machen großzügige Hamstereinkäufe. Keiner weiß, was in den nächsten Tagen noch geschehen wird.

Dass Menschen verunsichert sind, verwundert nicht. Doch muss nun Angst und Unsicherheit unser Leben beherrschen?

Die derzeit größte Unsicherheit ist die Hilflosigkeit. Auf einmal ist jeder auf sich allein gestellt. Informationen, die man bekommt, kann man kaum einschätzen. Sind sie wahr, oder nur Panikmache?

Als an Jesus Christus glaubender Mensch weiß ich mich in Gott geborgen. Gott spricht mir in seinem Wort zu:

„Fürchte dich nicht, ich bin mit dir“ (Jesaja 41,10).

Der Glaube an Gott ist kein Wunschdenken. Im Glauben begegne ich einem lebendigen Gegenüber. Auch wenn ich Gott nicht sehen kann, so ist er dennoch da. In meinem Alltag erlebe ich ihn. Er hat den Überblick. Er hält alles Geschehen in seiner Hand.

Das lässt mich ruhig und getrost sein.

Der Kontakt mit Menschen ist nun zwar eingeschränkt. Aber Gott ist dennoch bei mir. Er ist stark und mächtig. So kann Furcht von mir weichen. Gott hat alles unter Kontrolle. Solange ich mich auf ihn verlasse, brauche ich keine Angst haben.

Diesen Frieden und diese Geborgenheit in Gott wünsche ich Ihnen auch.

Pastor Heiko van Dühren