Eine gute Wahl?

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Inzwischen kennen die Leute Jesus besser. Sie wissen, dass er hilft und sich persönlich um Menschen kümmert. Wir lasen von Volksmengen, die deswegen zu Jesus kamen. Jesus reagiert auf diese Tatsache:

Dann stieg Jesus auf einen Berg und rief die zu sich, die er bei sich haben wollte. Sie traten zu ihm, und er wählte zwölf von ihnen aus, die er ständig um sich haben und später aussenden wollte, damit sie predigen und in seiner Vollmacht Dämonen austrieben.
Markus 3,13

Zunächst ruft Jesus zielgerichtet Menschen zu sich. Aus dieser Gruppe wird nochmals eine kleinere spezielle Gruppe ausgewählt: Zwölf Schüler, die Jesus jetzt intensiv ausbilden möchte. Normalerweise bewarben sich Schüler – Jünger genannt – um die Ausbildung bei einem Lehrer, den man Rabbi nannte. Jesus kehrt das übliche Prinzip um.

Sehen wir uns diese „Elitetruppe“ näher an. Wer wird ausgewählt?

Die Zwölf, die er dazu bestimmte, waren: Simon, den er Petrus nannte,
Jakobus Ben Zebedäus und Johannes, sein Bruder – die er übrigens Boanerges nannte, das heißt „Donnersöhne“ -,
Andreas, Philippus und Bartholomäus, Matthäus, Thomas und Jakobus Ben Alphäus, Thaddäus,
Simon, der zu den Zeloten gehört hatte,
und Judas, der ein Sikarier gewesen war und ihn später verraten hat.
Markus 3,14-19

O, das ist ja eine wilde Mannschaft, die Jesus auswählt. Zwei davon nennt Jesus Donnersöhne – die jungen Männer scheinen ihre Ziele etwas übereifrig zu verfolgen. Mit dabei ist auch Simon, ein ehemaliger Zelot. Bevor er Jesus kennenlernte, war er politisch aktiv in einer Partei, die Widerstand gegen die Besatzungsmacht der Römer leistete. Und Judas gehörte zuvor zu den Sikariern, übersetzt: „Dolchmänner“. Das war die militanteste Gruppe der Zeloten, die nicht vor Gewalt zurückschreckte. Die anderen Männer lernen wir in weiteren Bibeltexten kennen. Da stellt sich beispielweise heraus, dass Matthäus früher ein Zollbeamter war. Zollbeamte, jene unehrlichen Leute, die mit der Besatzungsmacht paktierten und das eigene Volk ausbeuteten! Und jetzt kommt ein Zöllner in ein Team mit Zeloten???

Jesus wählt einige Männer mit Gewaltpotential, statt ruhiger ausgeglichener Charaktere! Eine Schlägertruppe? — Jesus wählt diese Leute als zukünftige Führungskräfte. Er wählt sie als enge persönliche Mitarbeiter unter seiner Regie. Er will sie ständig in seiner Nähe haben. Es wird spannend, wenn man die Lebensläufe dieser Leute in der Bibel weiter verfolgt.
Wegen ihres bisherigen Lebenslaufs wären diese Männer durchgefallen, wenn sie sich für die Chefetage eines anerkannten Unternehmens beworben hätten. Und als Team hatten diese so gegensätzlichen Männer erst recht keine Chance. Aber Jesus wählt anders. Er kann das brauchen, was andere als nutzlos oder ungeeignet einstufen.

Wenn Jesus heute noch immer der gleiche ist, dann kann er mit unserer kaputten Vergangenheit umgehen, auch mit den schwarzen Flecken in unserem Lebenslauf. Jesus sucht freiwillige Leute, die er in seiner Nähe haben will.

Jesus arbeitet zielgerichtet: Er möchte Leute befähigen, anderen Menschen zu helfen. Dazu sollen sie Jesus, den Auftraggeber, intensiv kennenlernen.

Wenn Jesus Sie wählt, würden Sie freiwillig ein Schüler von Jesus werden?

Tamara Schüppel

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