Ein Zuhause für immer

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Jesus ging nach Hause, und wieder strömten so viele Menschen bei ihm zusammen, dass er mit seinen Jüngern nicht einmal zum Essen kam. Als seine Angehörigen das erfuhren, machten sie sich auf, um ihn mit Gewalt zurückzuholen, denn sie sagten sich: „Er muss den Verstand verloren haben.“

 Inzwischen waren seine Mutter und seine Brüder angekommen. Sie blieben vor dem Haus und ließen ihn herausrufen. Die Menschen, die dicht gedrängt um Jesus herumsaßen, gaben ihm die Nachricht weiter: Deine Mutter und deine Brüder sind draußen und fragen nach dir.“ „Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?“, antwortete Jesus. Er sah die Menschen an, die im Kreis um ihn herum saßen: „Das hier ist meine Mutter, und das sind meine Brüder! Jeder, der nach Gottes Willen lebt, ist mir Bruder, Schwester und Mutter.“ Markus-Evangelium Kapitel 3, Verse 20-21 und 31-35

Genial, dass so viele Menschen kommen, um Hilfe von Jesus zu erfahren und die gute Botschaft von Gott zu hören. Gerade deshalb überrascht die Reaktion der Verwandten. Maria, die Mutter von Jesus, hatte die unvergesslichen Worte des Engels bereits vor seiner Geburt gehört: „…Er [Jesus] wird große Autorität haben und Sohn des Höchsten genannt werden…“(Lukas 1,32) Und jetzt hört sie, wie Jesus vielen Menschen hilft, sie hört von Wundern und davon, dass große Menschenmengen zu ihm kommen. Und sie meint, dass Jesus geistig verwirrt ist; meint, dass man ihren erwachsenen Sohn mit Gewalt von seinem Wirken abhalten muss! Deshalb läuft sie mit ihren anderen Söhnen eine Strecke von mehr als 30 km Luftlinie. Eine peinliche Fehlinterpretation! Die Tatsachen sprechen doch deutlich.

Kann es uns auch passieren, dass wir Tatsachen derart falsch beurteilen? 

Zurück zu unserem Text: Was genau war geschehen? Die Verwandten von Jesus hatten nicht im Blick, wer Jesus wirklich ist. Sein ganzes Wesen, sein Handeln, seine Autorität über böse Mächte zeigt immer wieder, dass er wahrer Mensch und gleichzeitig wahrer Gott ist. Aber das ist nicht mit unserem Verstand zu erfassen, weil es außerhalb unseres natürlichen Erfahrungsbereiches liegt.

Dies kommt uns nun sehr bekannt vor: Weil die Familie von Jesus sein außergewöhnliches Auftreten nicht versteht, deshalb legt sie fest, dass es das nicht geben darf. Und heute? Legen Menschen fest, dass es keinen Gott geben darf, weil das, was er tut, außerhalb unseres bisherigen Erfahrungsbereiches liegt? Legen Menschen fest, dass es keinen Gott geben kann, weil sie ihn nicht verstehen? Ist dieses Vorgehen sinnvoll?

Aber die Verwandten machen doch etwas richtig: Sie suchen die direkte Konfrontation.

Auch Sie können ergebnisoffen nach der Wahrheit suchen. Dazu müssen Sie – wie die Familie damals – die direkte Begegnung mit Jesus suchen.

Ich möchte Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, dass es sich lohnt: „Jeder, der nach Gottes Willen lebt, ist mir Bruder, Schwester und Mutter.“ sagte Jesus. Diese persönliche Beziehung ist ein wertvolles Angebot. Bitte gehen Sie sorgsam damit um. Bei Jesus haben wir ein Zuhause, dass uns niemand nehmen kann. Dieses Zuhause hat ewigen, bleibenden Wert.  

Tamara Schüppel

 

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