Das Böse kommt von innen

Unser Textabschnitt hängt eng mit dem vorhergehenden zusammen. Bitte lesen Sie zum besseren Verständnis nochmals Markus 7,1-13 … Und nun weiter:

Dann rief Jesus die Menge wieder zu sich und sagte: „Hört mir alle zu und versteht, was ich euch sage! Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn vor Gott unrein machen. Unrein macht ihn nur, was aus ihm selber kommt.“
Als er sich von der Menge zurückgezogen hatte und ins Haus gegangen war, fragten ihn seine Jünger, wie er das gemeint habe. „Habt ihr das auch nicht begriffen?“, erwiderte Jesus. „Versteht ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann? Denn es kommt ja nicht in sein Herz, sondern geht in den Magen und wird im Abort wieder ausgeschieden.“ Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein. Dann fuhr er fort: „Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken und mit ihnen alle Arten von sexueller Unmoral, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier und Bosheit. Dazu Betrug, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Überheblichkeit und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen heraus und macht den Menschen vor Gott unrein.“  Markus-Evangelium Kapitel 7,14-23

Die religiösen Führer versuchten, Gott und Menschen mit guten Taten und religiösen Leistungen zu beeindrucken. Sie suchten Fehler bei anderen und lenkten ab von ihren eigenen „schwarzen Flecken“, ihrer Sünde. Jesus reagierte zornig auf diese Scheinheiligkeit.

Nachfolgend erklärte er, worin das Problem mit Gott eigentlich besteht.

Haben wir denn ein Problem mit Gott? – Ich bin vor Gott nicht sündlos. Die Sünde ist in mir, sie kommt nicht von außen! Sie beginnt mit Gedanken, die leicht zu Taten werden. Gedanken und Taten – beides bezeichnet Jesus als Sünde. Demgegenüber ist Gott gerecht und heilig, deshalb kann er Sünde in seiner Nähe nicht dulden. Was Gottesferne bedeutet, beschäftigte uns beim Nachdenken über Markus 6,11: Ein ewiges Dasein fernab von Güte, Liebe, Gerechtigkeit, Gesundheit, … Ich habe also ein ernsthaftes Problem mit Gott.

Durch gute Leistungen können wir uns nicht zu Gott hocharbeiten. Da machen wir uns selbst und anderen was vor und werden scheinheilig wie die religiösen Führer damals. Vor Gott wird das nie reichen.

Wie werde ich die Sünde in mir los? 

Wir lasen im Markus-Evangelium wiederholt: Jesus hilft, Jesus heilt, Jesus bringt Menschen mit Gott in Ordnung. – Die Schüler, zu denen Jesus sprach, hatten dies selbst miterlebt. Sie wussten, wo sie Hilfe gegen ihre Sünde finden konnten.

Lesen wir nochmals gemeinsam folgenden Text: Jesus sagte zu dem Gelähmten: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“ … „Doch ihr sollt wissen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben.“ Markus 2, 5 und 10  

Jesus hat mein Problem mit Gott gelöst! Meine Sünde ist vergeben! Er will das gern auch für Sie tun: Bitte lassen Sie Jesus ran an Ihre Sünde, er wird damit fertig. Er bringt Sie mit Gott in Ordnung, wenn Sie ihn darum bitten.  

Tamara Schüppel             

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