Brauchen Sie Hilfe von Jesus?

Jesus wollte den Leuten zeigen, wie Gottes Herrschaft aussieht (vgl. Markus 1,15). Aber Gott ist anders, als die Pharisäer, die damaligen religiösen Führer, es verstanden.

Später war Jesus in seinem Haus [im Haus des Levi] zu Gast. Mit ihm und seinen Jüngern waren auch viele Zolleinnehmer eingeladen und andere, die einen ebenso schlechten Ruf hatten. Viele von ihnen gehörten schon zu denen, die Jesus nachfolgten. Als die Gesetzeslehrer von der Partei der Pharisäer sahen, dass Jesus mit solchen Leuten aß, sagten sie: „Wie kann er sich nur mit Zöllnern und Sündern an einen Tisch setzen?“ Jesus hörte das und entgegnete: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“
Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 2, Verse 15-17

Jesus scheut nicht die Gesellschaft von Sündern und Betrügern. Gerade essen er und seine Nachfolger im Haus des Zöllners Levi. Viele andere sind dabei, ebensolche Sünder wie Levi, – und Jesus ist mitten drin! Die Pharisäer sehen das und regen sich auf – scheinbar laut genug, dass Jesus es hört.
Pharisäer, das war eine Partei, die auf die genaue Einhaltung der religiösen Gesetze und Überlieferungen Wert legte. Diese Pharisäer mieden alles, was sie in ihrem frommen Lebensstil behindern konnte. Während sie ständig bemüht waren, alles richtig zu machen, wurden sie immer hochmütiger und waren mit ihrem Herzen oft weit von Gottes Willen entfernt. Deshalb regt sie auf, was Jesus tut.
Weil sie sich so gut auskennen in den Heiligen Schriften, weil sie verstehen, wie Gott sich unser Leben vorstellt, wissen die Pharisäer eigentlich ganz genau, dass sie vor Gott bei aller Anstrengung doch Sünder sind. Jesus bringt es in seiner Antwort auf den Punkt: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“
Viele von uns leben ein anständiges Leben. Und wir sind stolz darauf, nicht so zu sein wie die Leute mit dem schlechten Ruf. Bin ich etwa vor Gott ein Sünder?
Jesus drängt sich den Pharisäern nicht auf. Wenn die in ihrer Selbstgerechtigkeit meinen, vor Gott allein klar zu kommen – dann brauchen sie Jesus nicht. Der kümmert sich inzwischen um den sozialen Brennpunkt der Stadt.
Zu erkennen, dass ich ein Sünder bin, ist das Eine; dies zuzugeben ist schwerer. Denn plötzlich purzele ich von meinem Sockel der Selbstgerechtigkeit herunter. Plötzlich finde ich mich auf einer Ebene mit all den unangenehmen Leuten, den Leuten mit dem schlechten Ruf … Ich muss zugeben, dass ich selbst jemanden brauche, der meine Sünden vor Gott in Ordnung bringt.
Die Leute mit dem schlechten Ruf, die stadtbekannten Sünder, die scheinen auf einmal im Vorteil zu sein. Die sind sich darüber im Klaren, dass sie dringend Hilfe brauchen, jemanden, der mit ihren Sünden aufräumt. Levi hat es begriffen und deshalb tut er, was Jesus sagt. Viele andere aus seinem Umfeld folgen Jesus auch nach.
Sind Sie vor Gott ein Sünder? Brauchen Sie Hilfe von Jesus?

Tamara Schüppel

An dieser Stelle finden Sie in einer Woche die Fortsetzung. Wir wollen diesen Jesus kennenlernen, indem wir uns Bibeltexte aus dem Evangelium anschauen. Bis dahin freut sich Markus über einen Kommentar von Ihnen zu diesem Thema und wird bei Bedarf gern antworten.

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